Wir sind ein Kollektiv politisch engagierter Menschen in Mainz, die es sich zum Ziel gesetzt haben, wachsendes Unbehagen durch positive Aktionen nachhaltig ins Gegenteil zu verkehren.

Wir beobachten aktuelle Tendenzen hin zu einer Gesellschaft, in der populistische Hetze und rassistische Ideologien salonfähig geworden sind und das Recht auf Meinungsfreiheit als Recht auf Hassrede missverstanden wird. Gleichzeitig spitzt sich eine irreversible Klimakrise zu, die von politischen Akteuren trotz alarmierender Erkenntnisse der Wissenschaft immer noch weitestgehend ignoriert wird. Die drohende Klimakatastrophe ist mit dem derzeit wachsenden Nationalismus ebenso verwoben wie mit kapitalistischem Wirtschaften, das auf Profitgier und Ausbeutung basiert. Und wenn während einer weltweiten Pandemie an die zivile Solidarität appelliert wird, gleichzeitig aber Geflüchteten in Lagern vor sowie innerhalb Europas Außengrenzen Zugang zu Menschenrechten und Hygiene versagt wird, ist das kein haltbarer Zustand. Wir sehen es als unsere Pflicht an, diesen besorgniserregenden Entwicklungen nicht tatenlos zuzuschauen, sondern ihnen mit sozialem Engagement gemeinsam entgegenzuwirken. Dabei möchten wir die öffentliche Aufmerksamkeit auf aktuelle Missstände lenken und neue Formen des Protestes entwickeln, verschiedene Räume der Begegnung schaffen, in denen wir progressive Impulse geben und annehmen, Plattformen für unterschiedliche Akteur*innen bieten und vor allem zum gegenseitigen Austausch einladen.